Nun sind mehr als 100 Tage ins Land gegangen, seitdem die so genannte Unterrichtsgarantie plus durch die CDU Landesregierung in Hessen eingeführt worden ist. Die Meinungen darüber sind geteilt: Einerseits begrüßen die Eltern, dass ihr Nachwuchs kaum noch Unterrichtsausfall hat, andererseits beklagen sie sich, dass zunehmend ungelernte Kräfte ihre Kinder betreuen – besser: beaufsichtigen – dürfen. Es wird erwartet, dass die Absprachen zwischen Lehrerkollegium und den Aushilfskräften hinsichtlich des zu vermittelnden Lerninhaltes nachhaltig besser werden, so dass Fehlleistungen durch die neuen „Kollegen“ weitgehend ausgeschlossen werden können. 
Einzelne der betroffenen Kinder bemängeln, dass sie zwar den Unterricht absitzen müssten, aber effektiv kaum etwas Neues dazulernen würden. Die Absprache zwischen Lehrerkollegen und den Aushilfskräften sei meist sehr schlecht. Die Aushilfskräfte kämen manchmal in die Klassenzimmer des „Vertretungsfachs“ und müssten die betroffenen Kinder erst fragen, was heute dran sei. Dann versuchten sie, den Stoff so leidlich umzusetzen.
Es gibt aber auch positive Meinungen unter den Schülern. Sie sprechen dann von mehr Freiheit einerseits und von der Möglichkeit, allgemeine Fragen an den Mann zu bringen, andererseits. Auch so genannte SV-Gruppenstunden werden abgehalten. Die Abkürzung SV steht hier für Schülervertretung. Diese hat die Aufgabe, zwischen Lehrkräften und den Pennälern die Regeln der Lehranstalt zu vermitteln, für Ordnung auf dem Schulhof, und, falls gewünscht, Pausenverpflegung und für die Schlichtung von Streitereien zwischen Schülern zu sorgen.